SOS-Kinderdorf-Stiftung
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Ausschüttungen zur Bekämpfung der Coronakrise

München, 30. April 2020 – Dank einer Finanzierung der SOS-Kinderdorf- Stiftung in Höhe von 57.000 EUR können SOS-Kinderdorfmütter und Pädagogen in ganz Deutschland weiter arbeiten, ohne Gefahr zu laufen, sich oder andere anzustecken. Damit unterstützt die Stiftung die Fortführung der pädagogischen Arbeit der SOS-Kinderdörfer während der Corona-Krise.

Für Elke Tesarczyk, Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdorf-Stiftung, ist dies dringend geboten: „Kinder aus sozial schwachen Familien leiden sehr unter den Auswirkungen von Covid-19 und sie brauchen dringend die Unterstützung unserer SOS-Experten. Um diese Hilfe auch verantwortungsvoll leisten zu können, müssen aber unsere Mitarbeiter geschützt sein – um ihrer selbst willen, und auch um niemand anderen anzustecken. Dank der finanziellen Zuwendung der Stiftung können sich SOS-Kinderdorfmütter, Pädagogen und Sozialarbeiter weiterhin um die Kinder, Jugendlichen und Familien in ihren Gemeinschaften kümmern.“

Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung

Für die SOS-Kinderdörfer, Familienzentren und anderen Einrichtungen des SOS- Kinderdorf e.V. wurden mit Hilfe der Stiftung bereits Atemschutzmasken, Handschuhe, Schutzbrillen und Desinfektionsmittel im Wert von insgesamt 57.000 EUR gekauft. Diese Schutzausrüstung ist essentiell für die Arbeit vor Ort, um Kindern und ihren Familien auch in diesen schwierigen Zeiten zu helfen. Ein Großteil der Beratungs- und Hilfsangebote konnte auf Telefonsprechstunden und Online-Hilfen umgestellt werden, aber dies ist nicht in allen Fällen möglich. Belastete Familien brauchen vor allem jetzt Rückhalt und Unterstützung, so Tesarczyk weiter.

In den SOS-Kinderdörfern selbst hat der Wegfall gewohnter Alltagsstrukturen wie Schulen, Kitas, oder Sportvereinen für die Kinder und Jugendlichen zu großen Umstellungen geführt. Um den Kindern weiterhin einen für sie wichtigen, strukturierten Alltag zu bieten, klingelt der Wecker morgens trotz Unterrichtsausfall immer noch zu den gewohnten Schulzeiten. Es gibt feste Lernzeiten, in denen die Kinder in ihren jeweiligen Häusern ihren digitalen Unterricht absolvieren. Am Nachmittag gibt es je nach Alter dann zum Beispiel Bastelstunden, Spiel- und Musikangebote oder Koch-Aktionen. Zum allgemeinen Schutz der Kinder und Jugendlichen koordinieren sich auch die einzelnen Kinderdorffamilien untereinander, wer zum Beispiel wann den Sportplatz nutzt, sodass sich die Haushalte nicht überschneiden.

In SOS-Familienzentren und anderen Einrichtungen der Jugend- und Familienhilfe wird vor allem viel telefoniert. Davon profitieren belastete Familien, denn in Notsituationen kann schnell und kreativ geholfen werden, wenn etwa Familien aufgrund von Kurzarbeit oder Kündigung in finanzielle Not geraten sind. Dazu gibt es per WhatsApp Spiel- und Bastelanregungen und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Für die kleineren Kinder wurden Videobotschaften mit Liedern verschickt, die zuhause gesungen werden können anstatt wie sonst in den Gruppenstunden.