SOS-Kinderdorf-Stiftung
Ihr Browser ist veraltet! Installieren Sie einen neuen Browser oder verwenden Sie Google Chrome Frame um diese Seite in vollen Zügen genießen zu können.

Immobilien stiften für den guten Zweck

Wenn Vermietung und Verkauf keine Option sind, kann das Überschreiben an die SOS-Kinderdorf-Stiftung eine Lösung sein

 

München, 28. April 2016 – Bei der SOS-Kinderdorf-Stiftung mehren sich aktu­ell die Anfragen, ob man eine nicht selbst genutzte Immobilie zum Wohl be­nachteiligter Kinder zustiften – also ins Stiftungskapital überschrei­ben – kann. Der Aufwand rund um Neuvermietung und Instandhaltung ist oft zu groß und einen Verkauf halten viele angesichts der finanzpolitischen Lage derzeit nicht für sinnvoll. So war es bei Hanna und Konrad Maier*. Das Ehepaar kaufte eine Zwei-Zimmer-Neubauwohnung in ihrem Wohnort in Baden-Württemberg. Die Idee war, die Mutter von Konrad Maier in ihre Nä­he zu holen, um sich besser um sie kümmern zu können. Doch getreu der Redewendung „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“ wollte die alte Da­me nicht aus ihrer bayerischen Heimat ins Schwäbische ziehen. Die Woh­nung blieb zunächst leer. Bis Hanna Maiers Mutter selbst Hilfe benötigte und das Angebot gerne annahm. Nach deren Tod überlegten die Maiers, was sie mit der Immobilie tun sollten. Vermietung oder Verkauf waren keine Option. Die zur Unterstützung anderer angeschaffte Wohnung sollte auch weiterhin in den Dienst einer guten Sache gestellt werden.

Immobilie bleibt erhalten und Mieterträge wirken dauerhaft

Als langjährige Spender des SOS-Kinderdorf e.V. kannten die Maiers das SOS-Kinderdorf Württemberg in Schorndorf, das unweit ihres Wohnortes liegt. Ihr Plan war, die dort lebenden Kinder durch ihre Immobilie zu unter­stützen. Beim Gespräch mit SOS-Kinderdorf erfuhren sie, dass das Kinder­dorf seit 2007 eine Stiftung an der Seite hat, die es dauerhaft fördert: Die E. und W. Jung-Stiftung, eine Treuhandstiftung unter dem Dach der SOS-Kin­derdorf-Stiftung. Das Ehepaar entschloss sich, ihre Immobilie dem Kapital dieser Treuhandstiftung zu überschreiben. So bewirkt sie dauerhaft Gutes: Die Mieteinnahmen mehren Monat für Monat das Stiftungskapital und die Erträge kommen benachteiligten jungen Menschen zugute. „Wir haben uns sehr gefreut, mit dieser Lösung dem Herzenswunsch der Maiers entspro­chen zu haben“, so Petra Träg aus der Geschäftsführung der SOS-Kinder­dorf-Stiftung. „Da auch wir sehr bedacht darauf sind, unser Kapital in die­sen Zeiten bestmöglich wirtschaften zu lassen, übernehmen wir gerne Im­mobilien und kümmern uns auch um die Vermietung.“ Voraussetzung sei natürlich, dass diese in einem ordentlichen Zustand sind und eine gute La­ge haben. Nur so kann das Kapital gesichert werden, das mit dem Zweck angelegt ist, den Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen mit Behin­derung, die bei SOS-Kinderdorf betreut werden, zugute zu kommen.

* Name von der Redaktion geändert