SOS-Kinderdorf-Stiftung
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Spiel und Abenteuer

Die Pirateninsel Rabauki ist einer der aufregendsten Spielplätze in Cottbus – und kann dank der Unterstützung der SOS-Kinderdorf-Stiftung auch in diesem Jahr wieder täglich Kindern und Jugendlichen eine förderliche Umgebung bieten.Neben dem Spielplatz profitiert heuer auch das Projekt „Spielen Zuhause“ von den Ausschüttungen der Stiftung.

Seit bald 15 Jahren gibt es die „Pirateninsel Rabauki“ nun im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf/Madlow. Für Claudia Trojan ist der Spielplatz seit vielen Jahren mehr als nur ein Ort, an dem Kinder am Nachmittag ein paar Stunden auf der Schaukel oder im Sandkasten verbringen: „Hier treffen sich täglich Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und bauen durch gemeinsames Spielen ihre jeweiligen Vorurteile ab. Dieser Platz hat nicht nur jedes Jahr viele Besucher, mit seiner besonderen, offenen Atmosphäre lädt er immer wieder neu dazu ein, Freunde mit zubringen oder neue Freunde kennen zu lernen,“ erläutert die Leiterin des SOS-Kinderdorfs Lausitz.

Auf dem großen Gelände des Abenteuerspielplatzes können die kleinen Besucher den Wasserspielplatz, den Fußballplatz oder das Baumhaus frei zugänglich nutzen. In der Schreinerwerkstatt können sie selbst etwas basteln und jeden Donnerstag wird gemeinsam mit Kindern und Eltern am offenen Feuer gekocht. 

Bereits vor über 20 Jahren entschied SOS-Kinderdorf, im damals größten Plattenbaugebiet Brandenburgs etwas gegen die sich ausbreitende Kinderarmut, Arbeitslosigkeit und den sozialen Verfall zu tun. Das Angebot wird vor allem durch Spenden und Zuwendungen wie die der SOS-Kinderdorf-Stiftung finanziert. So bietet der Abenteuerspielplatz allen Kindern im Stadtteil einen betreuten Ort, an dem sie mit Freude und Neugier Neues ausprobieren und erleben können. So haben die Kinder im Laufe der Zeit zum Beispiel unter Anleitung aus Ziegeln das Fundament für den Lehmofen gelegt, in dem regelmäßig gebacken wird. 

Sie kommen schnell miteinander in Kontakt und Neuankömmlinge oder Kinder mit Migrationshintergrund werden rasch integriert. Ein weiterer Vorteil: Bei Problemen zuhause, mit Freunden oder in der Schule können sich die Kinder immer an die Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf wenden, die den Spielplatz betreuen und professionell unterstützen können. 

Für Petra Träg, Geschäftsführerin der SOS-Kinderdorf-Stiftung, war vor allem dieser Aspekt entscheidend bei der Frage, ob die Stiftung hier helfen kann: „Hier herrscht ein großes Vertrauensverhältnis, weil Kinder und Eltern täglich mit den Mitarbeitern von SOS-Kinderdorf zu tun haben. Dadurch fällt es dann auch leicht, um Hilfe oder Rat zu fragen wenn man Probleme hat oder in Schwierigkeiten steckt,“ so Träg.

Großes Vertrauen herrscht auch bei „Spielen Zuhause“, das in diesem Jahr ebenfalls von der Stiftung gefördert wird. Hier werden Eltern für den Wert des Spiels sensibilisiert: Es beeinflusst nicht nur die Entwicklung des Kindes positiv, sondern stärkt auch die Beziehungen aller Familienmitglieder untereinander. Das Angebot richtet sich an Cottbuser Familien, unabhängig von Herkunft und Nationalität, mit mindestens einem Kind unter 12 Jahren. Es erreicht auch Familien, die sozial isoliert leben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dadurch fungiert es als Türöffner und bei Bedarf als Brücke zu weitergehenden Hilfen. 

© SOS-Kinderdorf e.V./Sebastian Pfütze