Sprungbrett ins Studium

Das SOS-Kinderdorf Hermann Gmeiner International College wurde 1990 in Tema/Ghana gegründet, um SchülerInnen aus ganz Afrika ein Abitur und damit ein anschließendes Studium zu ermöglichen. Der Abschluss ist das International Baccalaureate, also die Hochschulreife, und fast alle AbsolventInnen beginnen danach ein Studium – auf Unis in der ganzen Welt.
Derzeit besuchen 355 junge Frauen und Männer aus 18 verschiedenen Ländern das College. Etwa ein Drittel davon kommt aus den SOS-Kinderdorf Einrichtungen.

Lehrplan und Ausstattung

Die Ausbildung ist in zwei zweijährige Phasen unterteilt. In den ersten beiden Jahren wählen die Studierenden als Grundlage neun oder mehr Fächer aus den Bereichen Sprache und Literatur, Spracherwerb, Individuum und Gesellschaft, Naturwissenschaften sowie Mathematik. Ergänzend hinzu kommen Fächer aus dem Bereich Kunst und Design. Im anschließenden Diplomprogramm werden als beginnende Spezialisierung 6 Fächer ausgewählt, die auf das Studium an einer Universität vorbereiten.
Das College verfügt über 16 Klassenzimmer. Vier Räume sind speziell auf naturwissenschaftliche Fächer ausgerichtet, es gibt 3 Computerräume, eine Bibliothek mit über 40.000 Bänden, ein Multimediastudio und ein Kunststudio. Für gesunde Freizeitgestaltung sorgen mehrere Sportplätze und ein Schwimmbecken. Unterkünfte für Studierende und Lehrkräfte sowie eine Kantine mit Speisesaal befinden sich ebenfalls auf dem Campus.

Bildung und Werte

Die kleinen Klassen mit fünf bis maximal 24 SchülerInnen gewährleistet nicht nur einen hohen Bildungsstandard, sie fördern auch die Persönlichkeitsentwicklung. Die Philosophie des HGIC ist, junge Menschen zu befähigen, in ihren Gemeinden und in der Welt etwas Positives zu bewirken. Das College vermittelt vor allem Werte wie Selbstdisziplin, Kreativität, Unabhängigkeit, Verständnis für andere Kulturen und Sprachen sowie soziales Verantwortungsbewusstsein. Aber auch Sport und Bewegung werden großgeschrieben.
Die vielen außerschulischen Aktivitäten ergänzen das Programm. So werden gesellschaftspolitische Themen auch außerhalb des Lehrplans behandelt, bspw. Im Model-United-Nations-Club, der mit internationalen TeilnehmerInnen die Arbeit der Vereinten Nationen nachstellt und sie so den Studierenden näherbringt.