Interview mit Dascha Neuhaus

Mit welchen Fragen kommen die Mütter und Väter zu Dascha Neuhaus in die Beratung? Sie erzählt: „Oft kommen Eltern, weil ihre Kinder noch keinen Schlafrhythmus gefunden haben. Aber auch wenn Eltern Probleme haben, Signale ihres Babys zu deuten oder auch Aggressionen gegenüber ihrem Kind entwickeln, dann sind sie bei mir richtig.“
Sehen - Verstehen - Handeln
Nach einem Erstgespräch filmt die Sozialpädagogin Alltagssituationen zwischen Elternteil und Kind im familiären Umfeld oder im Beratungsraum. Anhand der Aufnahmen und des Gesprächs darüber wird die Familie konkret und individuell beraten und erhält bei Bedarf Hilfe. Das Grundprinzip der Beratung für Eltern mit Babys und Kleinkindern basiert auf videogestütztem Beobachten und Beschreiben von kindlichem und elterlichem Verhalten. Gemeinsam mit den Eltern erarbeitet Dascha Neuhaus Handlungsstrategien erarbeitet, die eine positive Eltern-Kind-Interaktion begünstigen. Eltern können anhand der Filme Probleme und Belastungen erkennen und verstehen. Sie lernen aber auch ihre Fähigkeiten und Stärken als Ressourcen weiter zu entwickeln, nach dem Motto „Sehen, Verstehen, Handeln“. Bei Bedarf initiiert beziehungsweise koordiniert Dascha Neuhaus weitere notwendige Hilfen.
  • Eltern von Frühgeborenen
  • Eltern von Kindern mit Regulationsstörungen (Schreien, Schlafen, Füttern)
  • Eltern mit behinderten Kindern
  • Eltern mit von Behinderung bedrohten Kindern
  • Eltern mit entwicklungsverzögerten Kindern
  • minderjährige und jugendliche Mütter und Väter
  • allein erziehende Mütter und Väter
  • Familien in besonderen Belastungssituationen, z.B. Trennung/Scheidung, Arbeitslosigkeit und sozialer Not
In der Entwicklungspsychologischen Beratung nutzt Dascha Neuhaus die Ergebnisse der entwicklungspsychologischen Forschung zur frühen Kindheit. Dazu gehören bindungstheoretische Annahmen und Befunde sowie das Wissen über Bedürfnisse, Kompetenzen und Ausdrucksweisen von Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Mit Hilfe der Entwicklungspsychologischen sollen die Warnzeichen für mögliche spätere Probleme frühzeitig erkannt werden. Damit können in der Folge Verhaltensprobleme bzw. Entwicklungsstörungen beim Kind verhindert oder abgeschwächt werden.