Aktuelles
Neues aus dem Stiftungsbeirat 2025
München / Hohenroth, 07. Mai 2025
Am 07.05.2025 fand die diesjährige Sitzung des Stiftungsbeirats unserer Stiftung in den Räumen von SOS-Kinderdorf in München statt.
Stiftungsverwalterin Petra Träg konnte für das Jahr 2024 wieder über eine sehr erfreuliche Entwicklung berichten. Nach dem großartigen Wachstum des Stiftungskapitals in den vergangenen Jahren (3 große Vermächtnisse) trat eine Normalisierung ein. Wir freuen uns über einen Anstieg um 183.906,21 € (Vorjahr 810.758,00 €) auf knapp 7.573.000 €. Die wesentlichen Teile der Erträge dieses Jahres sind Erträge aus Wertpapieren und Kontoguthaben in Höhe von 131.964,73 € (Vorjahr 95.841,45 €) und außergewöhnlich hohe Spenden in Höhe von 37.130.- € (Vorjahr 11.045 €).
Der Stiftungsbeirat traf, wie schon in den vergangenen Jahren, Vorsorge, um die Leistungsfähigkeit der Stiftung zu stärken, indem er ein Drittel der Erträge (ca. 41.900.-€) in die freie Rücklage einstellte. Auf diese Weise flossen dem Stiftungskapital im Laufe der Jahre nun bereits ca. 225.000.-€ als Rücklagen zu, die das Kapital stärken und für Erträge sorgen, jedoch im Bedarfsfall auch ausgeschüttet werden könnten. Für die Senioren- und Pflegeprojekte in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth standen insgesamt 124.107,03 € zur Ausschüttung bereit. Der gesamte Jahresabschluss wurde vom Stiftungsbeirat einstimmig genehmigt.
Wie jedes Jahr traf der Stiftungsbeirat seine Entscheidungen zur Verwendung der ausschüttungsfähigen Mittel mit sorgfältigem Blick auf die Stiftungssatzung. Auf Vorschlag des Dorfleiters beschloss der Stiftungsbeirat, sie in diesem Jahr wie folgt zu verwenden:
- Ca. 65.000 € für die bereits besetzte Betreuungsstelle (Aufstockung des Zeitbudgets)
- 7.500 € zur Anschaffung eines Dusch- und Pflegestuhls
- 3.000 € zum Kauf einer Aufstehhilfe für jedes Stockwerk
- 5.300 € 5x Aufrichthilfe (Galgen) und erhöhte Pflegenachtkästen
- Bis zu 5000 € zur Beschattung der Terrasse am Neuen Zentrum
- Evtl. Anbringung von Rammschutzleisten in den Gängen
Die Stiftungsverwalterin, Frau Petra Träg, informierte ausführlich über die Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten. Die Unwägbarkeiten und Volatilitäten der vergangenen Jahre wurden noch verstärkt durch die schwer vorhersehbare Wirtschaftspolitik in den USA, vor allem durch die Zollpolitik. Eine gute zeitliche, räumliche und instrumentale Diversifizierung der Geldanlagen wird noch wichtiger.
Vor diesem Hintergrund traf der Stiftungsbeirat nach ausführlicher Diskussion folgende Anlageentscheidungen:
- Die Anlagerichtlinien werden nicht geändert. Der Anteil von Aktien soll nach wie vor höchstens 45% betragen, Rentenwerte (einschließlich Immobilienfonds) mindestens 55%.
- Die Zusammensetzung der Stiftungsanlagen soll so gut gestreut und diversifiziert bleiben wie bisher.
- Die flüssigen Mittel gemäß der Anlagerichtlinien zum Teil in Rentenpapieren und zum anderen Teil in Aktienfonds angelegt. Auf eine stärkere Europaorientierung wird geachtet.
Das Projekt „mission investing muss noch zurückgestellt werden. Es konnte bisher noch kein geeignetes Investitionsobjekt identifiziert werden.
Breiten Raum nahm die Diskussion um eine Satzungsänderung ein. Diese wird einerseits nötig wegen der Änderung rechtlicher Vorgaben. Andererseits auch deshalb, weil sich im Laufe der Jahre die Notwendigkeit gezeigt hat, dass die Stiftung auch vorbeugende Maßnahmen finanzieren sollte, die helfen, die Lasten des Alters besser tragen zu können. In der Diskussion wurde eine Formulierung erarbeitet, die zunächst auf ihre rechtliche Tragfähigkeit geprüft werden muss.
Mit großem Bedauern musste der Stiftungsbeirat zur Kenntnis nehmen, dass Frau Petra Träg, die unsere Stiftung seit ihrer Gründung als Geschäftsführerin begleitet hat, zum Jahresende in den Ruhestand gehen wird. Am Erfolg unserer Stiftung hat Sie einen großen Anteil! Ihr gebührt unser Dank für die umsichtige, sichere und ertragreiche Verwaltung der Stiftungsgelder!
Der Stiftungsbeirat dankt allen Zustiftern und Spendern auf das Herzlichste!