Aktuelles

Neues aus dem Stiftungsbeirat 2026

München / Hohenroth, 25. März 2026

Am 25.03.2026 fand die diesjährige Sitzung des Stiftungsbeirats unserer Stiftung in den Räumen von SOS-Kinderdorf in München statt. 
Der Vorsitzende des Beirats, Dorfleiter Herr Kölbl, war per Internet zugeschaltet. Der neue Geschäftsleiter der SOS-Kinderdorf-Stiftung, und damit auch der Geschäftsleiter unserer unselbständigen Stiftung, Herr Bastin, stellte sich vor und dankte sowohl dem Stiftungsbeirat als auch seiner Vorgängerin Frau Träg für die hervorragende Arbeit in der Stiftung Hohenroth. „Die Fortführung der gemeinsamen Arbeit auf einer derart guten Basis macht eine ganz besondere Freude“. Anschließend berichtete er über die Entwicklung der Stiftung Hohenroth – Heimat im Alter im Geschäftsjahr 2025. Auch für dieses Jahr konnte wieder eine sehr erfreuliche Entwicklung festgestellt werden. Das Wachstum des Stiftungskapitals setzte sich auch in 2025 fort. Wir freuen uns über einen Anstieg um 166.995,30 € (Vorjahr 183.906,21 €) auf knapp 7.740.000 €. Die wesentlichen Teile der Erträge dieses Jahres sind Erträge aus Wertpapieren und Kontoguthaben in Höhe von 144.050,15€ (Vorjahr 131.964,73€) und Spenden in Höhe von 10.320.-€ (Vorjahr 37.130.- €). Die Höhe der Spenden liegt damit wieder auf dem Niveau der letzten Jahre nachdem es in 2024 außergewöhnlich hohe Spenden gab.
Der Stiftungsbeirat traf, wie schon in den vergangenen Jahren, Vorsorge, um die Leistungsfähigkeit der Stiftung zu stärken, indem er ein Drittel der Erträge (ca. 45.700 €) in die freie Rücklage einstellte. Auf diese Weise flossen dem Stiftungskapital im Laufe der Jahre nun bereits über 271.000 € als Rücklagen zu, die das Kapital stärken und für Erträge sorgen. Im Bedarfsfall könnten sie auch ausgeschüttet werden. Da die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Wirtschaftsprüfer noch nicht abgeschlossen ist, wurde der Jahresabschluss besprochen, die Genehmigung wird nachgeholt, sobald das Testat des Wirtschaftsprüfers vorliegt. Für die Senioren- und Pflegeprojekte in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth stehen insgesamt 122.068,18 € zur Ausschüttung bereit. 
Wie jedes Jahr traf der Stiftungsbeirat seine Entscheidungen zur Verwendung der ausschüttungsfähigen Mittel mit sorgfältigem Blick auf die Stiftungssatzung. Auf Vorschlag des Dorfleiters beschloss der Stiftungsbeirat, sie in diesem Jahr wie folgt zu verwenden: 
  • Ca. 65.000 € für die bereits besetzte Betreuungsstelle (Vollzeitstelle; die Stunden werden auf 3-4 Personen verteilt)
  • 3.360 € für eine Palliativfortbildung
  • 6.500 € für die Anschaffung eines Pflegekrans
  • 5.000 € zur Anschaffung zweier weiterer Pflegebetten
  • Bis zu 30.000 € zur Finanzierung von Personal zur individuellen Betreuung von Senioren in den Familien und Wohngruppen.
  • Die Restgelder werden bereit gehalten für seniorengerechte Umgestaltungen in den Wohnhäusern. Dies wird nötig, da das Zentrum bereits vollständig besetzt ist und in Zukunft wahrscheinlich nicht alle Senioren dort aufgenommen werden können.
Der Stiftungsverwalter, Herr Tilman Bastin, informierte ausführlich über die Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten. Die Unwägbarkeiten und Volatilitäten der vergangenen Jahre wurden noch verstärkt durch die schwer vorhersehbare Politik in den USA. Die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten lassen eine zuverlässige Einschätzung der erwartbaren Entwicklungen kaum zu und insbesondere auch die Auswirkungen des Konflikts mit dem Iran auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die Kapitalmärkte sind kaum abschätzbar. Da unser Kapital gut zeitlich, räumlich und instrumental differenziert angelegt ist, muss nicht dringend gehandelt werden. Eine Anlagepolitik der „ruhigen Hand“ ist angezeigt und hilft, uns unnötige Bank- und Börsengebühren zu vermeiden. Eine gewisse Problematik zeichnet sich bei offenen Immobilienfonds ab.
Vor diesem Hintergrund traf der Stiftungsbeirat nach ausführlicher Diskussion folgende Entscheidungen: 
  • Die Anlagerichtlinien werden nicht geändert. Der Anteil von Aktien soll nach wie vor höchstens 45% betragen, Rentenwerte (einschließlich Immobilienfonds) mindestens 55%.
  • Die Zusammensetzung der Stiftungsanlagen soll so gut gestreut und diversifiziert bleiben wie bisher.
  • Mit neuen Kapitalanlagen wird abgewartet. Der Stiftungsverwalter wird zu gegebener Zeit dem Stiftungsbeirat geeignete Anlagevorschläge vorlegen.
Der Stiftungsbeirat dankt allen Zustiftern und Spendern auf das Herzlichste!