Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene in Somalia
Im Jahr 2025 finanziert die SOS-Kinderdorf-Stiftung ein gezieltes Nothilfeprojekt im krisengeplagten Somalia: die Stärkung der medizinischen Versorgung von schwangeren Frauen und Neugeborenen in Baidoa, einer besonders stark von Vertreibung und Mangelversorgung betroffenen Region im Südweststaat. Im Zentrum der Förderung stehen das Gesundheitszentrum Addada sowie die Anschaffung eines Krankenwagens, der lebensrettende Notfalltransporte ermöglicht.
Die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit in Somalia gehört zu den höchsten weltweit – vor allem in ländlichen Gebieten ist eine fachärztliche Versorgung kaum verfügbar. Viele Frauen gebären unter unsicheren Bedingungen, ohne medizinische Betreuung, oft mit vermeidbaren Komplikationen. Gleichzeitig fehlen in den Lagern für Binnenvertriebene grundlegende Dienstleistungen wie pränatale Betreuung, Geburtshilfe oder Familienplanung. Mit der Förderung der Stiftung kann das Gesundheitszentrum in Baidoa nun gezielt in diesen Bereichen tätig werden.
Die Förderung ermöglicht die Finanzierung von Hebammen und medizinischem Fachpersonal, die Durchführung sicherer Entbindungen, die Nachsorge für Mütter und Neugeborene sowie den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Besonders wichtig ist die Anschaffung eines eigenen Krankenwagens, der künftig Notfalltransporte zur nächstgelegenen Klinik mit Kaiserschnitt- und Neonatalversorgung sicherstellen kann. So können Risikoschwangerschaften frühzeitig erkannt und behandelt werden – mit der Aussicht, Leben zu retten.
Unsere Unterstützung ist eingebettet in einen größeren Maßnahmenverbund humanitärer Akteure vor Ort und wird in enger Koordination mit weiteren Programmen aus den Bereichen Ernährung, Wasser, Hygiene und Kinderschutz umgesetzt. Ziel ist es, mit gezielten Investitionen nachhaltige Verbesserungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schaffen – insbesondere für Frauen und Kinder in prekären Lebenslagen.