Starke Familien und neue Zukunftschancen in Simbabwe
Die extreme Dürre des Jahres 2024, schwankende Ernten und hohe Lebensmittelpreise belasten bis heute viele Familien in Simbabwe. Besonders in ländlichen Regionen fehlt es häufig an ausreichend Nahrung, sauberem Trinkwasser und einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Armut verschärft zugleich die Bildungssituation: Kinder brechen die Schule ab oder/und müssen zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Wo Eltern nicht mehr für sie sorgen können, geraten auch Schutz und verlässliche Fürsorge in Gefahr.
In Bulawayo verbindet SOS-Kinderdorf deshalb unmittelbare Hilfsangebote mit langfristigen Maßnahmen, die Familien und Gemeinschaften nachhaltig stärken sollen. Das Familienstärkungsprogramm befähigt Eltern, ein eigenes Einkommen aufzubauen – etwa durch die Gründung kleiner Betriebe – und begleitet sie in Form von Schulungen, Beratung sowie psychologischem Beistand. Medizinische Vorsorge und Aufklärung ergänzen die Leistungen vor Ort. 2025 erreichten diese auch von der SOS-Kinderdorf-Stiftung mitfinanzierten Hilfen 3.840 Menschen in 849 Familien.
Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können, finden im SOS-Kinderdorf Bulawayo ein verlässliches Zuhause. 67 Kinder und Jugendliche wachsen dort derzeit in neun Kinderdorffamilien gemeinsam mit ihren Geschwistern auf und erhalten Unterstützung für Schule, Ausbildung und ihren Lebensweg. Zugleich eröffnen Workshops zur beruflichen Qualifizierung, Weiterbildungsmöglichkeiten und Support bei der Jobsuche oder Unternehmensgründung auch Jugendlichen neue Perspektiven.
Damit diese umfassende Hilfe dauerhaft trägt, arbeitet SOS-Kinderdorf eng mit staatlichen Stellen und lokalen Initiativen zusammen. Fachkräfte und engagierte Gemeindemitglieder lernen, Angebote zu Kinderrechten, psychischer Gesundheit oder Elternkompetenz selbst weiterzuführen. Was diese Verbindung aus individueller Förderung und starken lokalen Strukturen bewirken kann, zeigt das Beispiel von Chris: Mit Unterstützung von SOS-Kinderdorf schloss er sein Studium mit Bestnoten ab, gründete ein eigenes Unternehmen und gibt seine Erfahrungen heute als Mentor weiter.