Schutz, Bildung und Hoffnung für Kinder in Haiti

Haiti ist eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre. Politische Instabilität, extreme Armut, Naturkatastrophen und gewaltsame Bandenkriminalität bestimmen das tägliche Leben vieler Familien. Fast die Hälfte der Bevölkerung leidet unter Hunger, viele Kinder wachsen ohne Schutz und Bildung auf – oft in prekären Verhältnissen ohne Strom, sauberes Wasser oder medizinische Versorgung.
Mit unserer Unterstützung konnte SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Port-au-Prince gezielt Hilfe leisten und Kindern sowie ihren Familien neue Perspektiven eröffnen.
Ein Zuhause für Kinder in Not
67 Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern leben können, wachsen in 11 SOS-Kinderdorffamilien auf. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage wurden sie in besonders geschützten Häusern untergebracht. Dort erfahren sie Stabilität, Zuwendung und gezielte Förderung – schulisch, beruflich und emotional.
Stärkung von Familien
2.792 Kinder, Jugendliche und Eltern aus 1.060 Familien wurden 2024 durch das Familienstärkungsprogramm begleitet. SOS-Kinderdorf unterstützt durch Tagesbetreuung, Schulungen, Beratung und – in Krisenzeiten – auch digital über WhatsApp. So bleiben Eltern trotz unsicherer Verhältnisse handlungsfähig und Kinder in pädagogisch betreuter Umgebung versorgt.
Bildung als Ausweg
Im vergangenen Jahr erhielten über 1.300 Kinder und Jugendliche aus Port-au-Prince Zugang zu hochwertiger Grund- und Sekundarschulbildung, u.a. an der Hermann-Gmeiner-Schule. Zusätzlich fördert SOS die berufliche Bildung von Eltern und Jugendlichen, etwa durch Mikrokredite oder gezielte Ausbildungsbegleitung.
Perspektiven für Jugendliche
84 junge Menschen wurden 2024 im Jugendprogramm betreut. Sie erhalten Unterstützung bei Ausbildung und Studium, eine monatliche Pauschale für Lebenshaltungskosten und Hilfe bei der Jobsuche – ein entscheidender Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Würde.