Simbabwe – Hilfe, wo sie am dringendsten gebraucht wird

Die Stiftung unterstützt SOS-Kinderdorf-Programme in Simbabwe
Simbabwe zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast 40% der Bevölkerung lebt von weniger als 2,15 US-Dollar am Tag, die Jugendarbeitslosigkeit ist alarmierend hoch, und rund 72.000 Kinder sind HIV-positiv. Die wirtschaftliche Instabilität, regelmäßige Dürren und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung verschärfen die Not vieler Familien zusätzlich.
SOS-Kinderdorf in Simbabwe setzt sich nachhaltig dafür ein, Kindern, Jugendlichen und Familien Zukunftsperspektiven zu eröffnen – vor allem in der besonders betroffenen Region Bulawayo.
Ein liebevolles Zuhause für Kinder
In 16 Kinderdorffamilien leben derzeit über 100 Kinder, die ohne elterliche Fürsorge aufwachsen müssen. Hier finden sie Geborgenheit, Struktur und Förderung – und können sich in einem stabilen Umfeld entwickeln.
Stärkung von Familien in Not
Über das Familienstärkungsprogramm werden gefährdete Haushalte durch Schulungen, Beratung, psychologische Hilfe und gezielte Einkommensförderung unterstützt. Besonders Familien, die von HIV/Aids betroffen sind, profitieren von medizinischer Vorsorge und gemeindebasierten Hilfsnetzwerken. 2023 wurden so 432 Familien mit 1.914 Personen erreicht.
Zugang zu Bildung und Beruf
Ob Kindergarten, Schule oder berufliche Weiterbildung: SOS-Kinderdorf ermöglicht Bildung auf allen Ebenen. Zuschüsse für Schulgebühren, Zugang zu Schulmaterialien und gezielte Workshops bereiten junge Menschen auf ein eigenständiges Leben vor. Im Jugendprogramm wurden 2023 insgesamt 67 junge Menschen beim Übergang in die Arbeitswelt begleitet.
Ein Beispiel für gelungene Hilfe
Luckson, ein junger Mann aus Bulawayo, erhielt über das Familienstärkungsprogramm Unterstützung für seine landwirtschaftliche Selbstständigkeit. Mit Saatgut, Geräten und einer Wasserpumpe gründete er ein erfolgreiches Gemüseprojekt, das heute seine gesamte Familie versorgt und seinen Geschwistern den Schulbesuch ermöglicht.