Schutz und Stabilität, wenn Kinder sofort Hilfe brauchen
Manchmal geraten Kinder völlig unverschuldet in akute Notlagen: Eine schwere Krise in der Familie, Gewalt, Verwahrlosung oder ein plötzliches Wegbrechen stabiler Bezugspersonen können dazu führen, dass sie nicht mehr sicher zu Hause leben können. In solchen Situationen zählt jede Stunde. Dann bietet die Inobhutnahme einen schnellen, unbürokratischen Schutz – als vorübergehende Aufnahme außerhalb des Elternhauses, bis eine tragfähige Perspektive gefunden ist.
Im SOS-Kinderdorf Württemberg wurde aufgrund des großen Bedarfs eine Inobhutnahme-Gruppe eingerichtet. Hier finden Kinder einen sicheren Ort, an dem sie zur Ruhe kommen, sich stabilisieren und wieder Vertrauen fassen können. Neben der Grundversorgung stehen vor allem emotionale Begleitung und das Ankommen in einem geschützten Rahmen im Mittelpunkt. Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten eng mit dem Jugendamt zusammen und klären gemeinsam mit allen Beteiligten, wie es für das Kind weitergehen kann.
Die Gruppe bietet Platz für bis zu acht Kinder – vom Säuglingsalter bis ins Grundschulalter. Die Räume sind liebevoll und altersgerecht ausgestattet. Auch die Aufnahme von Geschwistergruppen ist möglich, damit Kinder in schwierigen Momenten nicht zusätzlich voneinander getrennt werden müssen. Ein festes Team aus pädagogischen Fachkräften sowie eine hauswirtschaftliche Unterstützung sorgen für Stabilität und einen verlässlichen Alltag.
Darüber hinaus hat die Barbara und Rainer Frömel-Stiftung auch in diesem Jahr wieder einen Teil der Kosten für die Ferienfreizeiten übernommen. Das Jugendamt gibt zwar jedem Kind einen finanziellen Zuschuss für Ferienaktivitäten, diese reichen allerdings für richtige Ferienfahrten nicht aus. Für viele Kinder ist es der erste Urlaub, den sie in ihrem Leben unternehmen.