Zukunftsorientierte Ausbildung weltweit
Dank der großzügigen Unterstützung der Klaus-Müller-Stiftung konnten auch im Jahr 2024 viele Projekte umgesetzt werden, die das Leben von benachteiligten jungen Menschen und Kindern sowohl in Deutschland als auch weltweit nachhaltig verbessern.
SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin
Im SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin, speziell in der Zweigstelle Gatow, konnte die Ausbildung im Bereich Garten- und Landschaftsbau mit modernen und funktionalen Arbeitsmaterialien unterstützt werden. Es wurden dringend benötigte Werkzeuge wie Spaten und Schaufeln angeschafft. Auch die Versorgung mit Saatgut, Dünger und Töpfen für den weiteren Betrieb des Gewächshauses ist nun gesichert. Diese Materialien sind entscheidend, um den Auszubildenden eine praxisnahe und qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, die sie optimal auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet.
SOS-Berufsausbildungszentrum Saarbrücken
Ebenso hat das SOS-Berufsausbildungszentrum Saarbrücken von der Unterstützung der Klaus-Müller-Stiftung profitiert. Hier ist der Reha-Ausbildungsbereich auf zusätzliche Mittel angewiesen, um junge Erwachsene mit einem Reha-Status gezielt zu fördern. Diese Jugendlichen, die über den psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit betreut werden, haben besondere Bedürfnisse und absolvieren eine theoriereduzierte Ausbildung in den Bereichen Küche, Hauswirtschaft und Gastronomie. Dank der Unterstützung konnten die notwendigen Mittel bereitgestellt werden, um eine umfassende und praxisnahe Ausbildung sicherzustellen. Der duale Ansatz – mit praktischem Unterricht im SOS-Kinderdorf Saarbrücken und theoretischer Ausbildung in den Berufsschulen – bereitet die Auszubildenden auf reale Arbeitsanforderungen vor. Gleichzeitig erhalten sie sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung in persönlichen, sozialen und familiären Belangen, was für ihren Erfolg von großer Bedeutung ist.
SOS-Kinderdorf Maseru in Lesotho
Über die Grenzen Deutschlands werden Projekte finanziert, so auch im SOS-Kinderdorf Maseru in Lesotho. Hier erhalten Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Fürsorge aufwachsen, nicht nur ein sicheres Zuhause, sondern auch Zugang zu Bildung und eine liebevolle Betreuung. So unterstützt das SOS-Jugendprogramm in Maseru Jugendliche dabei, Weiterbildungen zu absolvieren und den Übergang ins Berufsleben zu meistern. Für diejenigen, die ihren SOS-Kinderdorffamilien entwachsen sind, gibt es betreute Wohngemeinschaften, in denen sie lernen, eigenständig Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Auch hier stehen ihnen qualifizierte Betreuer*innen zur Seite, die sie auf ihrem Weg begleiten. Darüber hinaus setzt sich das SOS-Kinderdorf Maseru für die Bildung benachteiligter Familien in der Umgebung ein. Die Bildungsangebote in Maseru eröffnen Hunderten von Kindern eine bessere Zukunft und geben ihren Familien die Chance, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, während ihre Kinder in der Tagesbetreuung von SOS liebevoll versorgt werden.
SOS-Hermann-Gmeiner-International-College in Ghana
Neben den Bildungsangeboten in Maseru, unterstütze ein Teil der Ausschüttung erneut das SOS-Hermann-Gmeiner-International-College in Ghana (HGIC), um die Ausbildung hochbegabter Jugendlicher aus ganz Afrika zu sichern. Die Ausbildung am HGIC ist in zwei Phasen unterteilt: In den ersten zwei Jahren wählen die Schüler*innen acht bis neun Fächer aus den Bereichen Sprache, Literatur, Naturwissenschaften, Mathematik, sowie Kunst und Design. Im anschließenden Diplomprogramm spezialisieren sie sich auf sechs Fächer, die sie auf das Universitätsstudium vorbereiten. Das College bietet hervorragende Bildungsbedingungen: Es verfügt über 16 Klassenzimmer, spezialisierte Räume für Naturwissenschaften, Computerräume, eine umfangreiche Bibliothek, ein Multimediastudio und ein Kunstatelier. Zur Förderung einer gesunden Freizeitgestaltung gibt es Sportplätze und ein Schwimmbad. Der Campus umfasst auch Unterkünfte für Schüler*innen und Lehrkräfte sowie eine Kantine.
Im vergangenen Jahr haben 80 Schülerinnen ihren Abschluss gemacht. Kleine Klassen mit maximal 24 Schülerinnen garantieren nicht nur hohe Bildungsstandards, sondern fördern auch die Persönlichkeitsentwicklung. Die Philosophie des HGIC zielt darauf ab, junge Menschen zu befähigen, einen positiven Beitrag zu ihren Gemeinschaften und zur Welt zu leisten. Dabei werden Werte wie Selbstdisziplin, Kreativität, kulturelles Verständnis und soziales Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Außerschulische Aktivitäten, wie der Model-United-Nations-Club, bereichern das Programm zusätzlich und bringen den Schüler*innen wichtige gesellschaftspolitische Themen näher.