Frühkindliche Förderung von Bayern bis nach Düsseldorf
Die drei begünstigten Standorte der Dr. Küster-Stiftung durften sich auch in diesem Jahr wieder über Zuwendungen für wichtige Angebote freuen.
Am Standort Garmisch des SOS-Kinderdorf Weilheim wurde in diesem Jahr die Eltern-Kind-Interaktionsberatung im Rahmen der Frühen Hilfen unterstützt. Frühkindliche Regulationsprobleme wie exzessives Schreien oder Schlafprobleme sind nicht selten. Trotzen, Klammern oder vermehrte Unruhe können den familiären Alltag von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern stark belasten. Um Eltern zu entlasten, Kinder zu stabilisieren und ein positives Miteinander zu fördern, wird die Eltern-Kind-Interaktionsberatung angeboten.
Sie wird pro Jahr von 10 bis 15 Familien mit Kindern im Baby- und Kleinkindalter genutzt. Dabei handelt es sich um eine familientherapeutische Maßnahme. Spiel- und Verhaltensbeobachtungen, entwicklungspsychologische Beratung, videogestützte Interaktionsberatung sowie unterstützende Spielangebote helfen dabei, die Beziehung zwischen Eltern und Kind zu entspannen und den Familienalltag dadurch zu entlasten. Wichtig ist, die Beratung für jede Familie nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten.
Die Interdisziplinäre Frühförderstelle in Landsberg am Lech mit Außenstelle in Dießen kam ein weiterer Teil der Ausschüttung zugute. Aktuell stehen die Kollegen und Kolleginnen rund 230 Mädchen und Jungen im Alter von 0 Jahren bis zum Schuleintritt zur Seite. Ein wichtiger Teil der Arbeit in der Frühförderung ist es auch, Erziehungskompetenzen zu stärken. So auch die Eltern darin zu stärken, dass sie Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken haben dürfen.
In Düsseldorf konnte der Ausschüttungsanteil für das Projekt „Mittagstisch“ verwendet werden. In vielen Familien ist nicht gewährleistet, dass Kinder eine vollwertige, warme Mahlzeit am Tag erhalten.
Mit der hauseigenen Küche und dem Angebot eines Mittagstisches will das SOS-Kinderdorf Düsseldorf dazu beitragen, dass Kinder zumindest eine gesunde Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, die sie für ihre körperliche und geistige Entwicklung benötigen.
Derzeit essen in den SOS-Kitas rund 165 Jungen und Mädchen im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahre mittags. In der Theodor-Litt-Realschule bekommen rund 60 Mädchen und Jungen vor Ort in der Mensa der Schule ein frisch zubereitetes Essen. Ein vollwertiges Mittagessen für die Menschen im Stadtteil wird außerdem beim offenen Mittagstisch im Mehrgenerationenhaus angeboten. Dies wird derzeit von rund 80 Müttern oder Vätern mit Kindern sowie Senioren in Anspruch genommen.