Deutsch lernen im Sprachcafé
Die finanzielle Unterstützung mit einem Teil der Ausschüttung aus der Familien Weber und Volz-Stiftung für den pädagogischen Mittagstisch ist bereits Tradition. Für sozial schwache Familien ist dieses Angebot in der Einrichtung sehr wertvoll. Denn neben einem leckeren Mittagessen gibt es viele gemeinsame Aktivitäten und Hilfe bei den Hausaufgaben.
Darüber hinaus hat die Treuhandstiftung in diesem Jahr auch das Sprachcafé im SOS-Familienzentrum Frankfurt, welches ein willkommenes Angebot ist und wöchentlich stattfindet. In kleinen Schritten und meist anhand ganz alltäglicher Themen lernen Frauen die deutsche Sprache kennen. Sie bringen ihre Kinder mit die während des Sprachcafés von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betreut werden. Dies ist ein großer Vorteil des Angebotes, da die Frauen für ihre Kinder oft keine Betreuungsmöglichkeit haben und somit nicht an Sprachkurs-Angeboten anderer Einrichtungen oder Sprachschulen teilnehmen können.
Mehr als nur ein Integrationskurse
Noch zu Beginn des Jahres fanden zwei Sprachkurse für Frauen statt: ein Sonder-Kurs für ukrainische Frauen und ein Kurs für Frauen aller anderen Nationalitäten. Vielen der ukrainischen Frauen war zum Ende des Frühjahrs der Besuch eines Integrationskurses möglich, der einen Sprachkurs beinhaltet und mit der Prüfung „Deutsch-Test für Zuwanderer“ (DTZ) abschließt. Daher wurde die ursprüngliche Aufteilung aufgehoben. Stattdessen erfolgt seit dem Frühjahr die Einteilung nach jeweiligem Kenntnisstand und Lernbedarf. Der Unterricht findet jeweils montags und freitags statt und dauert 1,5 Stunden. Gut 20 Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft haben in diesem Jahr daran teilgenommen.
So stammen 5 von ihnen aus Moldawien, 5 aus Syrien, 4 aus Marokko und auch Teilnehmerinnen aus Eritrea, Äthiopien und Iran sind dabei.
Als Grundlage des Unterrichts dienen die Kurs- und Übungsbücher der Reihe „Hier! Deutsch für Integration“. Die Frauen absolvieren die verschiedenen Aufgaben und Übungen des Buchs, unterhalten sich aber auch über alltägliche Dinge und die Unterschiede zwischen den Ländern, aus denen sie kommen, und dem Land, in dem sie jetzt leben. Doch bauen sie im Kurs nicht nur ihre Deutschkenntnisse auf- bzw. aus, sie nutzen auch die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Das wird insbesondere durch gemeinsame Aktivitäten neben den Kurseinheiten im Familienzentrum gefördert. So unternimmt die Gruppe immer wieder gemeinsame Ausflüge, z.B. auf den Weihnachtsmarkt, in die Frankfurter Altstadt mit Schifffahrt oder in den Bolongaro-Palast in Höchst.