Zukunftschancen in Venezuela

Nach jahrelanger Misswirtschaft befindet sich Venezuela in einer dramatischen Lage. Laut Berichten der Vereinten Nationen sind über sieben Millionen Menschen im Land auf humanitäre Hilfe angewiesen, knapp die Hälfte davon sind Kinder.
Durch die Coronapandemie haben sich die Lebensverhältnisse noch weiter verschlechtert. Die Grundversorgung bricht immer weiter zusammen, die Gewalt in der Gesellschaft nimmt zu. Zahlreiche Kinder verbringen ihre Tage auf der Straße, statt zur Schule zu gehen. Viele von ihnen arbeiten im informellen Sektor, da ihre Familien auf das zusätzliche Einkommen angewiesen sind.
Jedes Kind sollte ein Zuhause haben. Doch in Maracay leben unzählige Kinder auf der Straße. Viele schlafen im Hauptbahnhof oder auf den umliegenden Bürgersteigen, tagsüber betteln sie um Essen oder verkaufen Kleinwaren an Reisende.
Seit dem Jahr 2000 bietet das SOS-Kinderdorf Maracay vernachlässigten und elternlosen Kindern ein familiäres Umfeld. Derzeit leben hier 75 Kinder in 11 Kinderdorffamilien. Ein geregelter Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten und die Vertrauenspersonen geben den Kindern Schutz und Stabilität. Sofern es möglich ist, setzt sich das SOS-Kinderdorf für die Wiederzusammenführung von Familien ein, damit die Kinder zu ihren leiblichen Eltern zurückkehren können, wenn es die Umstände erlauben. So werden auch die Familien vielfältig begleitet und unterstützt.
Die Jan und Meike Woltermann-Stiftung unterstützt in diesem Jahr mit ihrer Ausschüttung die Unterhaltskosten im SOS-Kinderdorf Maracay, um so den Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen.